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Doppelleben

Ich führe zwei Leben.

Das eine am Tag. Da bin ich schön, streng, kalt, unnahbar. Ich leite meine eigene kleine Firma mit 17 Angestellten, alles Männer. In der Firma kann ich es mir nicht leisten, Gefühle zu zeigen. Weder positive, noch negative. Wenn ich zu freundlich bin, denkt man, man könnte mich ausnutzen. Und wenn ich sauer werde, hält man mich für eine blöde Zicke, die man nicht ernst nehmen muss. Also versuche ich, immer gleichmäßig ruhig zu bleiben, nett, aber nicht zu nett. Abweisend genug, dass mich keiner anbaggert, aber nicht so abweisend, dass man mich für eine Menschenfeindin hält.

Dieses Gleichgewicht zu erhalten, ständig, den ganzen Tag über, rund um die Uhr, zehrt an der Kraft und an den Nerven. Wenn ich irgendwann zwischen sechs und zehn Uhr abends Feierabend habe, komme ich mir oft aufgeladen vor, wie unter elektrischer Hochspannung, oder wie eine tickende Bombe.

Das muss irgendwie raus.

Und deshalb gibt es mein zweites Leben. Das als Edel-Nutte. Ja, Sie haben richtig gehört – ich verkaufe mich, oder vielmehr meinen Körper. Meinen perfekten, schlanken Körper mit den wohlgeformten Brüsten, den langen Beinen und dem knackigen Hintern.

Nicht etwa, weil ich das Geld bräuchte; ich verdiene genug mit meiner Firma. Nein, das ist für mich Entspannung, Erholung. Vögeln, was das Zeug hält, ohne jede Rücksicht auf den Eindruck, den ich mache, ohne jede Hemmung, ohne jede Beschränkung.

Natürlich suche ich genauestens meine Freier aus. Wer mir nicht passt, der kommt gar nicht erst rein. Und wenn ich später feststelle, ein angeblich ganz netter Kerl ist dann doch nur ein Macho-Arschloch, dann fliegt er eben wieder.

In diesen Stunden kann ich mich gehen lassen, ganz ich selbst sein. Geil, zickig, wählerisch, genießerisch, tabulos oder verschämt, heiß oder kalt, und auf jeden Fall sehr leidenschaftlich.

Ich lasse keinesfalls alles mit mir machen. Obwohl ich keine Tabus habe. Aber ich muss in Stimmung sein; das ist die Bedingung. Wenn ich nicht will, dann geht nicht einmal das normale Bumsen, und wenn ich will, mache ich auch vor Analverkehr nicht halt, nicht vor Schwanzlutschen, Dildo-Einsatz, und auch nicht vor einem netten Dreier mit mir in der Mitte, als Sandwich, einer mit dem Schwanz in meiner Votze, und der andere mit seinem Schwanz in meinem Arsch.

Da kenne ich gar nichts, ich mache die wildesten Sexspiele mit; wenn mir danach ist. Nur safer Sex gibt es allerdings mit mir, das versteht sich.

Ich habe mich unglaublich wohl gefühlt mit meinem Doppelleben; ich war glücklich, erfüllt. Reich und klug und geil und sexy, die Eisprinzessin im Büro, und die versaute Schlampe in meiner kleinen Wohnung nur für mein Dasein als Edel-Nutte.

Bis dann eines Tages alles aufgeflogen ist. Das heißt, so kann man es eigentlich nicht sagen; ich bin mir nicht ganz sicher, ob bei diesem kleinen Unfall in meinem Abendleben wirklich etwas herauskam oder nicht. In jedem Fall hat es mir den Spaß an der Sache verdorben.

Ich muss dazusagen, ich finde meine Kunden über Zeitungsanzeigen und eine Internetseite. Selbstverständlich nenne ich mich da anders, als ich wirklich heiße. Abends bin ich nicht Manuela B., Firmenchefin, sondern da bin ich Michelle, das versaute, geile, unberechenbare Biest.

Wer etwas von mir will, der schreibt oder mailt mir, oder ruft mich direkt an. Dann vereinbare ich ein Treffen in der Öffentlichkeit. Ohne diesen Test, diese Probe, kommt kein Mann in mein Bett, und da gehe ich auch lieber auf Nummer sicher, es laufen ja schließlich genügend Psychopathen herum.

Der Typ, der mich vor ein paar Wochen angemailt hat, klang eigentlich richtig gut. Höflich, angenehm, humorvoll. Er schrieb mir als Hans Hurtig; aber mit ihrem echten Namen nimmt so gut wie keiner den Kontakt auf. Den lasse ich mir allerdings bei einem Treffen immer geben. Wer ihn nicht rausrückt, der kann meinetwegen zum Teufel gehen, und wenn er sonst noch so gut aussieht und noch soviel Potenz behauptet, mit und ohne Viagra.

Ich hätte damals auf einem Anruf bestehen sollen, dann wäre mir die peinliche Situation erspart geblieben, aber manchmal macht man halt Fehler. Jedenfalls, ich habe mich gleich mit Hans Hurtig verabredet, zu einem Abendessen in einem guten Restaurant. Auf seine Kosten natürlich.

Ja, und da saß ich nun, mit dem Erkennungszeichen der roten Nelke auf dem Tisch neben mir. Ich mag einfach Nelken lieber als Rosen. Und wer kommt herein, fünf Minuten vor der verabredeten Zeit? Mein zweiter Mann in der Firma, der EDV-Chef, Robert M. Das allein wäre ja noch nicht so schlimm gewesen; nur trug er im Knopfloch ebenfalls eine rote Nelke. Er war also mein Date, mein Hans Hurtig.

Eilends ließ ich die Nelke unter dem Tisch auf den Boden fallen; in der Hoffnung, dass er sie noch nicht entdeckt hatte, als er sich umgesehen hatte. Der durfte ja nun auf keinen Fall etwas von meinem Schattendasein erfahren.

Natürlich steuert er geradewegs auf mich zu. „Bist du Michelle?“ fragte er zögernd.

Ich setzte meine strengste, abweisendste Miene auf. „Erstens wüsste ich nicht, dass wir uns auf einmal duzen, Herr M. – und zweitens ist mein Vorname Manuela. Was Sie eigentlich wissen sollten; Sie haben ihn ja oft genug gelesen.“

Er wurde rot, stotterte hastig eine Entschuldigung, und verschwand an einen anderen Tisch. Wo er eine Stunde lang vergebens auf die schöne Michelle wartete, die währenddessen an ihrem Tisch völlig ohne Appetit ein Menü zu sich nahm und sich zwang auszuhalten, damit kein weiterer Verdacht entstand, wofür sie wirklich hier war.

Ich weiß bis heute nicht, ob Robert M. mir geglaubt hat oder nicht.

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2 Kommentare zu “Doppelleben”

  1. Brando

    ficken mit einer verheierateten frau geil und genial….

  2. Cassanova

    Nicht ganz ungefährlich Was du da machst trotz aller Prüfungen deiner Freier vorher.Ganz tief in deinem Innern sehnst du dich danach geliebt zu werden,das dich ein Mann in den Arm nimmt. Dein zweites leben als Edelhure soll das nur kompensieren.

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