Hochzeitsnacht

Sonntag, den 5. Oktober 2008

Also so hatte ich mir meine Hochzeitsnacht wirklich nicht vorgestellt. Kein Sex – also auch kein Sexunfall. Nichts als für mich eine schlaflose Nacht, begleitet von männlichem Schnarchen.

Wobei in meinen Augen der Sexunfall genau darin lag, dass es eben keinen Sex gab. Die ganze Nacht nicht.

Ich gebe zu, es ist ganz schön altmodisch, sich als junge Frau von heute sozusagen “aufsparen” zu wollen, und es machen inzwischen ja wohl auch die wenigsten Girls. Aber ich bin nun mal eben altmodisch, und ich bin, wie ich mir das vorgenommen hatte, als Jungfrau in die Ehe gegangen.

Es war nicht immer ganz einfach, diesen Entschluss durchzuhalten; es gab da schon diverse Versuchungen.

Spätestens als ich 18 geworden bin habe ich selbst auch ab und zu daran zu zweifeln begonnen, ob es denn wirklich sein muss, dass ich erst in meiner Hochzeitsnacht das erste Mal Sex habe.

Meine Freundinnen verloren ringsherum ihre Jungfräulichkeit; die meisten sogar schon lange bevor sie 18 waren.

Nur ich blieb unberührt; eine eiserne Jungfrau sozusagen. Womit mich meine Freundinnen auch oft aufgezogen haben.

Wenn ein Junge zudringlich wurde und mehr wollte als ein bisschen küssen und ein bisschen fummeln habe ich mich immer gleich wieder von ihm getrennt, denn ich wollte mit niemandem zusammen sein, der meinen Entschluss nicht akzeptierte, bis zur Heirat Jungfrau zu bleiben.

Wobei ich von diesen Fummlern, die sich nicht mit ein bisschen Necking oder Petting nach dem Kino oder der Pizza zufrieden gaben, wie man das früher nannte (das hat meine Mutter mir erzählt, die ebenfalls noch Jungfrau war, als sie geheiratet hat) ohnehin niemanden hätte heiraten wollen, von daher war das schon in Ordnung. Die nahmen mich ja ohnehin nicht ernst.

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Sex + Orgasmus = Kopfschmerzen – Teil 2

Mittwoch, den 14. Februar 2007

Solange jeder Orgasmus für mich einen Migräneanfall bedeutete, war an Sex in jeder anderen Form außer der Masturbation überhaupt nicht zu denken. Wobei ja auch das Wichsen schon problematisch genug war, zu viel Leiden führte und mich manchmal auch zum Heulen brachte, weil alles so hoffnungslos war. Wichste ich nicht, ging es mir schlecht, weil ich dauergeil war und einen konstanten Ständer in der Hose hatte. Wichste ich, hatte ich grässliche Kopfschmerzen. Schon dieser Zwiespalt brachte mich manchmal beinahe um. An Sex mit Partner beziehungsweise mit Partnerin verschwendete ich unter den Umständen gar keinen Gedanken. Wenn das Solo schon so irrsinnig schwierig war, schied ein Paarlauf von selbst aus.

Was dazu führte, dass ich ausgesprochen lange eine Jungfrau war, eine männliche Jungfrau, ohne jede Erfahrung mit dem, was für so viele Jungs in meinem Alter, also auch schon als Teens, so eine enorme Bedeutung besaß – das Ficken. Mit 18 ist doch heutzutage kaum jemand mehr noch Jungfrau; und zwar ganz egal, ob er Mädchen oder Junge ist. Das mit dem echten Sex und dem Vögeln geht doch schon viel früher los als mit 18, wenn man volljährig wird. Und so prahlten dann auch prompt rings um mich herum meine Freunde mit ihren interessanten erotischen Eroberungen und ihren geilen Fickerlebnissen, nur ich konnte nicht mitreden.

Wobei ich nicht erst beim Poppen Halt machte in meiner sexuellen Einsiedelei; alles, was mit Mädchen zu tun hatte, war für mich tabu, denn alles konnte zu Sex führen, und wo Sex war, waren meine verdammten Kopfschmerzen nicht weit. Deshalb gab es für mich auch keinen Flirt, keine harmlosen Dates, keine vielsagenden Blicke, keine Liebesbriefchen, keinen Chat, keine sinnlichen Mails. All das, womit die anderen aus meiner Klasse, männliche wie weibliche Teens, einen großen Teil ihres Tages verbrachten, davon hielt ich mich konstant fern.

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Bist du noch Jungfrau?

Montag, den 9. Oktober 2006

Er: Hmm… Bist du noch Jungfrau?!
Sie: Nein… Das ist mein Bauchnabel

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